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Ihr Verein auf Social Media: So präsentieren Sie sich als lebendiger Verein

17.08.2022
Die Digitalisierung schreitet rasend schnell voran und nicht immer ist es leicht, bei diesem Tempo mitzuhalten. Besonders die Nutzung der sozialen Medien ist durch die Corona-Pandemie noch mal angestiegen. Kein Wunder, schließlich erreicht man über Social Media (potenzielle) Mitglieder. Doch wie behält man den Überblick? Damit auch Sie die sozialen Medien gewinnbringend für Ihren Verein nutzen können, erfahren Sie hier, wie Sie in wenigen Schritten den Weg zur Social-Media-Präsenz erfolgreich meistern, einen aktiven Kanal zum Leben erwecken und Stolpersteinen aus dem Weg gehen.

Über Social Media Ihren Verein präsentieren

Als Vorsitzender wissen Sie, wie viel Aufwand und Engagement notwendig sind, um das Vereinsleben zu organisieren und aktiv zu gestalten, auf neue Aktionen Ihres Vereins aufmerksam zu machen und eine gute Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um neue Mitglieder zu werben. Aus diesem Grund schließen sich immer mehr Vereine dem Social-Media-Boom an, um in den sozialen Medien schnell und zielgerichtet über ihren Verein zu informieren.

Facebook, Twitter und die anderen Medien des digitalen Zeitalters bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und bringen zahlreiche Vorteile für Ihren Verein mit sich. Denn mit Hilfe der sozialen Medien können Sie,

  • Informationen über Ihren Verein schnell und kostenlos verbreiten,
  • eine Vielzahl von Menschen erreichen,
  • Ihr Vereins-Image stärken,
  • Sponsoren auf Ihren Verein aufmerksam machen und
  • unkompliziert mit Ihren Mitgliedern kommunizieren.

Auch und gerade für kleinere Vereine ist die Nutzung von Social Media interessant. Denn durch die schnelle und kostenlose Veröffentlichung von Inhalten können Sie auf sich aufmerksam machen und das Image Ihres Vereins prägen.

Mit Konzept zur passenden Plattform

Instagram, Facebook oder doch lieber Twitter? Das ist die Frage, vor der man steht, wenn man als Neuling in die Weiten der digitalen Welt vordringen will. Denn diese bietet eine Vielzahl an Angeboten und Möglichkeiten. Doch bevor Sie sich für eine Plattform entscheiden, sollten Sie ein einfaches Social-Media-Konzept für Ihren Verein ausarbeiten. So schaffen Sie die Grundlage für eine erfolgreiche digitale Präsenz.

Dazu machen Sie sich im ersten Schritt Gedanken über Ihre Zielgruppe. Denn jede Zielgruppe hat ihre eigenen Bedürfnisse und Interessenschwerpunkte. Ganz ähnlich ist auch nicht jeder Social-Media-Kanal für alle Personengruppen geeignet. Fragen Sie sich also: Für welchen Personenkreis ist das aktuelle Vereinsangebot interessant? Welche Mitglieder möchten Sie für Ihren Verein gewinnen und wie müssen Sie das bestehende Angebot dafür verändern?

Legen Sie auf Grundlage dieser Fragen fest, welche Zielgruppe Sie mit Hilfe der sozialen Medien erreichen möchten. Ihre Zielgruppen können sein: jugendliche Mitglieder, die Eltern Ihrer minderjährigen Mitglieder, Senioren, aber auch potenzielle Sponsoren. Sie müssen sich nicht für eine einzige Zielgruppe entscheiden, auf die Sie Ihren Social-Media-Kanal ausrichten möchten. Je breiter und vielfältiger das Angebot Ihres Vereins ist, desto mehr Interessenten sprechen Sie an.

Tipp:  Natürlich können Sie das ganze breite Angebot der sozialen Medien nutzen und auf mehreren Plattformen aktiv sein, um die verschiedenen Zielgruppen zu erreichen. Wenn Sie aber in puncto Social Media noch ganz am Anfang stehen, sollten Sie vielleicht erst einmal mit der für Sie wichtigsten und größten Gruppe beginnen. So halten Sie die Balance und können herausfinden, wie viel Sie tatsächlich leisten können. Außerdem gilt: Lieber wenige gut gepflegte Auftritte als viele unregelmäßig bespielte Kanäle.

Egal, ob für die Mitgliedergewinnung, die Öffentlichkeitsarbeit oder das Bewerben einer anstehenden Veranstaltung: Wichtig ist, dass Sie im nächsten Schritt definieren, welche Absichten Sie langfristig mit Ihrem Social-Media-Profil verfolgen möchten.

Das Definieren klarer Vorsätze hilft Ihnen, Ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und dann auch passende Texte und Bilder auf Ihrem Account zu veröffentlichen.

Die bestmögliche Plattform für Ihren Verein

Wenn die Zielgruppe und die Ziele definiert sind, heißt es, sich für eine Social-Media-Plattform zu entscheiden. Berücksichtigen Sie hierbei besonders die Bedürfnisse und Themenschwerpunkte Ihrer zuvor festgelegten Zielgruppe. So erreichen Sie Jugendliche eher über trendige und aktuelle Plattformen wie Instagram, die Eltern Ihrer minderjährigen Mitglieder eher über Facebook.

Bedenken Sie bei der Wahl der Plattform auch, dass sich die Trends im Internet oft recht schnell ändern. Wo gestern noch alle einen Account hatten, ist manchmal morgen schon keiner mehr zu finden. Springen Sie daher nicht auf jeden Trend-Zug auf, sondern setzen Sie am besten auf die aktuell etabliertesten Plattformen.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht über die „klassischen“ Social-Media-Plattformen und kann als Unterstützung und Hilfestellung bei der Wahl für die Plattform Ihres Vereins dienen. Falls Sie unsicher sind, können Sie Ihre Mitglieder aber auch direkt ansprechen und fragen, auf welchen Plattformen sie unterwegs sind und wo sie Infos des Vereins beim täglichen Internetsurfen wahrnehmen würden.

PlattformFunktionZielgruppeLangfristiges ZielNutzer
InstagramOnline-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos14- bis 29-JährigeErhöhung des Images und der Bekanntheitca.
Mio.
TwitterMicroblogging-DienstJunge Erwachsene, ErwachseneDiskussionen und lebhafte Unterhaltungen.
Kontakt mit Sponsoren und Multiplikatoren aufbauen
ca. 3 Mio.
FacebookWeltweit größtes soziales NetzwerkJunge Erwachsene und Erwachsene,
besonders 25- bis 34-Jährige
Bekanntheit steigern, Image verbessernca. 32 Mio. (Deutschland)
YouTubeErfolgreichstes Videoportal weltweitAlle AltersgruppenBekanntheitsgrad erhöhen, über den Verein informierenca. 6 Mio.

So kommunizieren Sie auf den verschiedenen Kanälen

Die Tabelle zeigt, dass es doch einige Unterschiede zwischen den Kanälen und ihren Nutzergruppen gibt. Dementsprechend wird auf den unterschiedlichen Kanälen auch unterschiedlich kommuniziert. Daher sollten Sie auch darauf achten, wie Sie Botschaften überbringen. Nachfolgend finden Sie ein paar generelle Tipps und Tricks für Facebook, Instagram und Twitter.

Bei Facebook, können Sie kurze Inhalte schreiben, die an die Gefühle und Teilnahme Ihrer Mitglieder appellieren. Dabei gilt:

  • Fassen Sie sich kurz.
  • Nutzen Sie Umgangssprache und überlegen Sie sich, was die Leser wirklich interessiert.
  • Manchmal ist es sinnvoll, Verlinkungen zu persönlichen Profilen oder Online-Websites zu setzen.
  • Fügen Sie ein Bild ein, wird der Post eher wahrgenommen.

Instagram und Facebook sind sich sehr ähnlich. Allerdings ist bei Instagram ein Foto das Wichtigste, der Text dient nur als Beiwerk. Insgesamt haben Sie bei beiden Kanälen gute Möglichkeiten, um Infos mit motivierenden und emotionalen Inhalten zu kombinieren.

Twitter hingegen ist auf wenige Textzeichen begrenzt. Daher wird dieser Kanal häufig rein informativ genutzt oder kann helfen, in Kontakt mit verschiedenen Personengruppen zu bleiben.

Prinzipiell können Sie auch YouTube nutzen, um dort Videomaterial über den Verein zu veröffentlichen. Das allerdings ist eine recht aufwendige Sache und ich würde Ihnen dies nur empfehlen, wenn Sie tatsächlich ein Verein sind, der auch Sehenswertes zu präsentieren hat, zum Beispiel weil er öffentliche Auftritte hat, wie ein Tanzverein.

Verantwortliche mit Spaß an Social-Media-Aufgaben einbinden

Wenn Sie sich für eine Social-Media-Plattform entschieden und dort einen Account angelegt haben, ist es wichtig, dass Sie auch regelmäßig etwas posten, also veröffentlichen. Denn wenn Sie das nicht tun, verlieren Ihre Follower schnell das Interesse. Die Pflege des Auftritts in den sozialen Medien ist damit auch eine Aufgabe, die einiges an Arbeit mit sich bringt.

Dazu muss man einerseits die Zeit, andererseits auch ein gewisses technisches Verständnis haben. Denn für einen überzeugenden Social-Media-Auftritt ist ein geübter Umgang mit sozialen Medien erforderlich. Nur wer digital fit ist und die Trends auf den unterschiedlichen Plattformen erfasst, kann selbst einen gut gepflegten und aktuellen Account führen.

Als Vereinsvorsitzender sind Sie bereits für eine Bandbreite an Aufgaben zuständig. Möchten Sie da gleichzeitig noch die Verantwortung für den Social-Media-Account schultern? Und Hand aufs Herz: Finden Sie sich immer in der Vielzahl der digitalen Angebote, Möglichkeiten und Trends zurecht?

Daher ist es sinnvoll, das Amt des Administrators einzuführen. Dieser ist für die Social-Media-Präsenz Ihres Vereins und für einen gut gepflegten Account zuständig. Als Verantwortlicher veröffentlicht diese Person nicht einfach nur Texte und Bilder auf dem Profil Ihres Vereins, sondern weckt das Vereinsleben auch digital zum Leben und prägt das Bild Ihres Vereins in der Öffentlichkeit.

Um das Amt zu besetzen, suchen Sie in den eigenen Reihen nach Personen, die die nötige Kompetenz für diese Aufgabe besitzen. Ich bin mir sicher, dass es auch in Ihrem Verein Mitglieder gibt, die Spaß daran hätten, einen Social-Media-Account einzurichten und zu moderieren.

Tipp:  Wenn Sie sich für eine Social-Media-Plattform entschieden und dort einen Account angelegt haben, ist es wichtig, dass Sie auch regelmäßig etwas posten, also veröffentlichen. Denn wenn Sie das nicht tun, verlieren Ihre Follower schnell das Interesse. Die Pflege des Auftritts in den sozialen Medien ist damit auch eine Aufgabe, die einiges an Arbeit mit sich bringt. Dazu muss man einerseits die Zeit, andererseits auch ein gewisses technisches Verständnis haben. Denn für einen überzeugenden Social-Media-Auftritt ist ein geübter Umgang mit sozialen Medien erforderlich. Nur wer digital fit ist und die Trends auf den unterschiedlichen Plattformen erfasst, kann selbst einen gut gepflegten und aktuellen Account führen. Als Vereinsvorsitzender sind Sie bereits für eine Bandbreite an Aufgaben zuständig. Möchten Sie da gleichzeitig noch die Verantwortung für den Social-Media-Account schultern? Und Hand aufs Herz: Finden Sie sich immer in der Vielzahl der digitalen Angebote, Möglichkeiten und Trends zurecht? Daher ist es sinnvoll, das Amt des Administrators einzuführen. Dieser ist für die Social-Media-Präsenz Ihres Vereins und für einen gut gepflegten Account zuständig. Als Verantwortlicher veröffentlicht diese Person nicht einfach nur Texte und Bilder auf dem Profil Ihres Vereins, sondern weckt das Vereinsleben auch digital zum Leben und prägt das Bild Ihres Vereins in der Öffentlichkeit. Um das Amt zu besetzen, suchen Sie in den eigenen Reihen nach Personen, die die nötige Kompetenz für diese Aufgabe besitzen. Ich bin mir sicher, dass es auch in Ihrem Verein Mitglieder gibt, die Spaß daran hätten, einen Social-Media-Account einzurichten und zu moderieren.

Mit diesen Maßnahmen machen Sie Ihren neuen Kanal bekannt

Sie haben den ersten Schritt zur Präsenz in den sozialen Medien erfolgreich gemeistert. Ein Account ist angelegt und die ersten Beiträge sind online. Dennoch lesen nur wenige Leute Ihre Mitteilungen und Sie erhalten auch kein Feedback von Ihren Teamkollegen und Vereinsmitgliedern. Der Grund: Ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit kennen den neuen Kanal noch nicht. Sie müssen also nun dafür sorgen, dass Ihre Mitglieder auch davon erfahren.

Am naheliegendsten ist es, die Funktionen des Social-Media-Kanals zu nutzen, um Ihre Mitglieder einzuladen, Ihnen zu folgen. Zusätzlich sollten Sie aber auch auf ergänzende Kommunikationswege setzen, um sowohl die Vereinsmitglieder als auch vereinsfremde Personen auf Ihr Profil in den sozialen Medien aufmerksam zu machen.

Dazu können Sie generell alle Printerzeugnisse Ihres Vereins nutzen, wie Flyer, Plakate, Programmhefte. Sobald Sie irgendetwas drucken, vergessen Sie nicht, Ihr Social-Media Profil dort zu erwähnen. Falls Sie nur noch wenig Printmedien haben, gilt das gleiche Prinzip auch für Ihre digitale Kommunikation: Wann immer Sie E-Mails oder andere digitale Nachrichten verschicken, nehmen Sie die Adresse Ihres Social-Media-Accounts mit auf.

Mit einer Rundmail gezielt über den Account informieren

Eine Rundmail an Ihre Vereinsmitglieder ist wohl der schnellste und einfachste Weg, um alle auf den neuen Social-Media-Account hinzuweisen. Eine weitere Möglichkeit ist es, E-Mails mit Hinweisen auf die Social-Media-Präsenz in der Signatur zu verschicken. So werden die Empfänger der Mails jedes Mal auf den Account Ihres Vereins aufmerksam gemacht.

Tipp:  Für eine Rundmail benötigen Sie die E-Mail-Adressen aller Mitglieder. Legen Sie daher fest, dass die Mail-Adresse im Mitgliedsantrag mit angegeben werden muss. So können Sie sicher sein, dass Sie wirklich alle Mitglieder mit der Rundmail erreichen. Da viele Vereine nur noch per E-Mail zur Mitgliederversammlung einladen, ist die Angabe der E-Mail-Adresse oft für Neumitglieder selbstverständlich.

Es bestehen noch weitere Möglichkeiten, um Ihren Social-Media-Account bekannt zu machen. So können Sie eine Verlinkung auf der Homepage Ihres Vereins setzen, bei Veranstaltungen darauf hinweisen und zum Beispiel einen Wettbewerb ausrufen, wer das schönste Foto postet, mit einer Pressemitteilung in der lokalen Presse darauf hinweisen oder den Link per WhatsApp an Ihre Mitglieder schicken.

Erwecken Sie Ihren Account mit interessanten Inhalten
zum Leben

Wenn Sie auf einer Social-Media-Plattform aktiv sind, ist es wichtig, dass Sie dort auch regelmäßig etwas posten, also veröffentlichen. Denn wenn Sie das nicht tun, verlieren Ihre Follower schnell das Interesse. Es reicht also nicht, einmal im Monat auf das immer gleiche Kursangebot hinzuweisen. Auf einem lebendigen, aktiven Kanal sollte mindestens einmal in der Woche „gefunkt“ werden (besser noch öfter), und das am besten mit Fotos und immer neuen Nachrichten über Ihren Verein.

Tipp:  Idealerweise bestimmen Sie einen oder zwei feste Tage in der Woche, an denen Sie Bilder oder Texte online stellen. Dies führt zu einer Routine und die Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit kommt bei Ihren Lesern gut an. Bei aktuellen Anlässen und Veranstaltungen können Sie natürlich noch häufiger posten.

Das bedeutet aber auch, dass Sie für Ihren Kanal immer neues „Material“ brauchen. Überlegen Sie, welche Infos Sie wann über Ihren Verein im Social-Media-Kanal teilen können. Zu besonderen Anlässen oder an bestimmten Zeitpunkten ist es ziemlich einfach, Inhalte zu finden. Doch auch zu Zeitpunkten, an denen Ihr Verein eher in Winterpause ist, können Sie kreativ werden.

Zum einen können Sie klassische Vereinsinfos, die Sie auch an die örtliche Presse geben würden, auch auf Ihrer eigenen Plattform posten. Typische Vereinsposts dieser Art auf Social-Media-Kanälen sind zum Beispiel:

  • Ankündigungen über bevorstehende Veranstaltungen, wie Mitgliederversammlungen, Sommerfeste, Konzerte,
  • News über Wettbewerbsergebnisse einzelner Vereinsgruppen,
  • Änderungen im Vorstand,
  • Angebote für Schnupper-Tage,
  • Bilder von Vereinsfahrten.

Ihr Vorteil bei einem eigenen Social-Media-Kanal: Sie können darüber viel öfter posten und das Ganze über eigene Texte, Bilder und Videos deutlich lebhafter gestalten. Während Ihr Sommerfest beispielsweise nur einmal in der Zeitung angekündigt wird, können Sie auf Ihrem eigenen Kanal den Termin ankündigen, zwischendurch von den Vorbereitungen berichten, Fotos vom Aufbau teilen, auf dem Fest kurze Videos aufnehmen und auch im Nachgang zeitversetzt immer wieder Highlights präsentieren und in Erinnerungen schwelgen.

Doch auch wenn keine Vereinstermine anstehen, will ein Social-Media-Kanal gefüttert sein. Hier sind einige Ideen für Postings, mit denen Sie Ihre Follower unterhalten und an den Verein binden können:

  • Stellen Sie in regelmäßigen Abständen einzelne Personen des Vorstands, aus dem Übungsleiter-Team oder sonstige zentrale Personen aus dem Vereinsumfeld vor.
  • „Wusstest du schon …?“ Sammeln Sie unnütze Fakten über Ihr Vereinshobby und lassen Sie Ihre Besucher online rätseln.
  • Starten Sie eine Umfrage über Ihren Kanal, wohin die nächste Vereinsreise gehen soll.
  • Posten Sie zeitversetzt immer ein neues Foto vor einem Wochenende.
  • Auch Highlights von Veranstaltungen können Sie immer mal wieder posten.
  • Gerade in Quarantäne-Zeiten häufig gesehen: Rufen Sie zu einem Foto- oder Videowettbewerb auf. Thema: „Wie kann ich mein Hobby zu Hause leben?“
  • Wenn Sie Informationen, die Ihre Vereinsmitglieder interessieren könnten, im Internet oder in der Tageszeitung lesen, verlinken Sie diese auf Ihrem Social-Media-Kanal.

Tipp:  Das Ganze darf und soll Spaß machen. Wenn Sie zum Beispiel Personen vorstellen, fragen Sie, ob Ihre Trainerin mit einem Gesichtsausdruck oder einer Geste zeigen kann, was sie vom Verein hält. Bei den Formaten sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt und Ideen finden Sie, wenn Sie mit offenen Augen unterschiedliche Social-Media-Kanäle von Zeitungen, Vereinen, Prominenten, Firmen etc. anschauen.

Ebenso wichtig wie regelmäßige Posts ist auch, dass Sie auf Reaktionen und Nachfragen Ihrer Follower schnell und angemessen reagieren. Denn auch Zuverlässigkeit wird beim Führen eines Accounts in den sozialen Medien großgeschrieben. Nur wer sein Profil regelmäßig auf neue Anfragen überprüft und zeitnah auf Fragen reagiert, kann auch von einem gut gepflegten Account profitieren.

Ein Social-Media-Leitfaden gibt allen Beteiligten Orientierung

In den sozialen Medien steht der Dialog im Mittelpunkt. Es wird untereinander kommuniziert, diskutiert, es wird kritisiert und gelobt. Die Kommunikation mit Mitgliedern und Interessierten lässt den Social-Media-Account aufleben. Dabei kommt es jedoch ganz entscheidend darauf an, dass bei dieser Kommunikation ein höflicher Ton gewahrt wird. „Nettiquette“ und „Social-
Media-Leitfaden“ heißen die Stichworte, die in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle spielen.

Derjenige, der Ihren Social-Media-Account betreut, veröffentlicht Bilder und Texte im Namen aller Vereinsmitglieder und beeinflusst so auch maßgeblich das Auftreten und Image des Vereins. Aus diesem Grund sollte das Posten und Teilen von Inhalten auf den sozialen Medien wohl überlegt sein.

„Das Internet vergisst nie“, heißt es, und das stimmt auch. Denn unbedacht veröffentlichte Bilder, Texte und Meinungen können nur schwer wieder vollständig gelöscht werden, da andere Nutzer der Social-Media-Plattform diese Beiträge gespeichert oder anderweitig gesichert haben können.

Genauso sollten Sie auch Unwahrheiten auf Ihrem Kanal vermeiden, wozu auch das absichtliche Weglassen von Informationen zählt, wodurch Fakten von Lesern falsch verstanden werden können. Auch bei ironischen und witzigen Texten ist Vorsicht geboten. Gerade Jugendliche und Kinder können diese falsch verstehen.

Außerdem gilt: Kommunizieren Sie in den sozialen Medien genauso wie in einem persönlichen Gespräch, also in einem höflichen und respektvollen Ton. Am besten ist es, wenn Sie feste Regeln für die Kommunikation aufstellen, an die sich alle halten, die auf Ihrem Kanal Beiträge veröffentlichen.

Der nachfolgende Social-Media-Leitfaden bietet Ihnen hier eine Orientierung.

Ihr Social-Media-Account bietet jedem die Möglichkeit, sich öffentlich zu äußern, sowohl Ihren Mitgliedern als auch vereinsfremden Dritten. Das ist auch so gewünscht und spiegelt die Vielfältigkeit und das Interesse an Ihrem Verein.

Social-Media Leitfaden

1. Wie im echten Vereinsleben duzen wir die Besucher unseres Accounts. Ausnahmen stellen Persönlichkeiten dar, wie z. B. der Bürgermeister, den wir mit vollem Namen ansprechen.

2. Sobald wir im Namen des Vereins posten, beachten wir das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild.

3. Wir veröffentlichen nichts von anderen Mitgliedern, wenn wir nicht selbst auch so öffentlich gesehen werden möchten (das heißt z. B. keine Vereinsfeier-Bilder mit volltrunkenen Spielern oder Mitgliedern).

4. Wir reagieren zeitnah auf Kommentare und Anfragen. Fehlt uns dafür eine Info, geben wir eine kurze Rückmeldung, dass wir uns darum kümmern.

5. Wir fördern den Dialog und kommunizieren respektvoll miteinander.

6. Wir kommunizieren in einer für den Social-Media-Account passenden Tonalität und Kürze und mit Respekt für unseren Verein: freundlich, klar, positiv, verständnisvoll, lebendig und wertschätzend.

7. Als Grußformel benutzen wir beim öffentlichen Account entweder „dein Vorstand“ oder „Max vom Vereinsteam“.

8. Wir versuchen, jeden Freitag einen neuen Post zu veröffentlichen.

Sollten Sie feststellen, dass Meinungsäußerungen beleidigend oder diskriminierend sind oder „unter die Gürtellinie zielen“, ist es im Sinne Ihres Vereins und der demokratischen Gemeinschaft, dass Sie konsequent handeln.

Das heißt: Bitten Sie diese Benutzer, respektvoll zu schreiben, und erinnern Sie diese an die allgemeine Netiquette. Bei unwahren Behauptungen versuchen Sie die Angelegenheit aufzuklären, indem Sie zum Beispiel Fakten liefern und somit Ihr eigenes Statement setzen. Fragen Sie sachlich nach, was mit einer Aussage gemeint ist, um Missverständnisse aufzuklären.

Tipp:  Auch auf Beleidigungen und Provokationen sollten Sie gelassen und ruhig reagieren. Behalten Sie einen kühlen Kopf und warten Sie mit Ihrer Antwort. Kleine Pausen wirken Wunder und führen dazu, dass Sie höflich und respektvoll reagieren können.

Achtung:  Sie unwahre oder diskriminierende oder verletzende Kommentare unkommentiert stehen, könnte es so wirken, als stimmen Sie diesen zu. Machen Sie Ihren Standpunkt daher klar.

Sie sind auch berechtigt, Kommentare zu löschen oder Benutzer in Ihrem Bereich zu blockieren. Schreiben Sie dem User, warum Sie das tun, zum Beispiel so:

  • „Wir haben deinen Kommentar gelesen und gelöscht. Die Kommentarfunktion unter unseren Beiträgen ist als Plattform für einen sachlichen Austausch gedacht. Rassistische Beleidigungen und haltlose Unterstellungen haben hier keinen Platz.“
  • „Wir haben deinen Kommentar gelesen und gelöscht. Wie in unserer Satzung festgehalten ist, stehen wir als Verein für eine demokratische Gemeinschaft und möchten jedem dieses Hobby ermöglichen. Gemeinsam möchten wir uns auch online daran erfreuen und den Spaß mit allen, die nicht teilnehmen können, teilen. Beleidigungen von Einzelnen und unwahre Behauptungen können und wollen wir als Vorstand nicht stehen lassen.“

Bitten Sie auch Ihre Mitglieder mittels Leitfaden um Netiquette

Nicht nur für das Amt des Administrators ist im Übrigen ein Social-Media-Leitfaden sinnvoll und zielführend. Auch für die Vereinsmitglieder kann ein Leitfaden eine Hilfe für den richtigen und bedachten Umgang in den sozialen Medien geben.

Denn unbedachte und grenzwertige Inhalte einzelner Mitglieder können sonst schnell auf den ganzen Verein zurückgeführt werden. Um hier entsprechend vorzubeugen, sollten Sie Ihre Mitglieder ergänzend zu dem Leitfaden des Administrators zudem auf folgende zwei Aspekte hinweisen:

  1. Das Internet als öffentlicher Raum
    Legen Sie Ihren Mitgliedern nahe, die sozialen Medien mit Umsicht zu nutzen. Texte und Bilder werden in einem öffentlichen Raum online gestellt und es ist nur schwer abschätzbar, wie viele Menschen diese Beiträge erreichen. So kann es unter Umständen auch dazu kommen, dass unbedacht veröffentlichte Inhalte über mehrere Jahre hinweg gespeichert werden und in den sozialen Medien immer wieder auftauchen.
  2. Trennung von Vereins- und Privatangelegenheiten
    Mitglieder sollten sich auf Social-Media immer als Privatperson zu erkennen geben. Es kann nämlich schnell der Eindruck entstehen, dass diese in ihren Beiträgen im Namen des Vereins sprechen. Mitglieder sollten daher die „Ich-Form“ verwenden, wenn sie Beiträge Ihres Vereins kommentieren oder anderweitig Inhalte posten, die mit dem Verein in Verbindung gebracht werden können.

Die notwendigen Ergänzungen des Social-Media-Leitfaden für Mitglieder könnten zum Beispiel so aussehen:

1. Wir möchten auch online zu einem aktiven Vereinsleben beitragen. Dafür kommentieren und teilen wir Inhalte des Vereins.

2. Dabei halten wir uns an die allgemeine Netiquette, wir bleiben respektvoll im Ton und verhalten uns, wie im echten Leben auch.

3. Mit privaten Accounts spricht jeder nur für sich, nicht im Namen des Vereins. Um Missverständnisse zu vermeiden, schreibt jeder einfach in der Ich-Form.

Diesen Leitfaden können Sie sowohl digital als auch in Papierform an Ihre Mitglieder verteilen und in Ihrem Vereinsheim ans Schwarze Brett hängen. Verteilen Sie den Social-Media-Leitfaden auch zu Beginn an neue Mitglieder Ihres Vereins, um auf die Social-Media-Präsenz aufmerksam zu machen und gleichzeitig Tipps zum Umgang in den sozialen Medien zu geben.

Damit Ihr Leitfaden seinen Zweck auch erreicht, spielt es eine Rolle, wie Sie ihn Ihren Mitgliedern nahebringen. Anstatt nur Regeln aufzulisten, sollten Sie sich zunächst in einem einleitenden Satz direkt an Ihre Mitglieder wenden und den Zweck des Leitfadens erläutern.

Ein Social-Media-Leitfaden gibt allen Beteiligten Orientierung

Um auch den letzten Schritt hin zur Social-Media-Präsenz erfolgreich meistern zu können, werfen wir noch einen Blick auf die rechtlichen Stolpersteine. Genau wie bei der Nutzung anderer digitaler Medien ist es nämlich wichtig, dass Sie die geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen beachten. Die wichtigsten Themen dabei sind: die Impressumspflicht, das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild.

In Deutschland gilt eine Impressumpflicht. Halten Sie das Vereinsimpressum deshalb immer auch aktuell und achten Sie darauf, dass die folgenden Angaben korrekt sind:

  • Name des Vereins mit Nennung der Rechtsform,
  • Anschrift (Postleitzahl, Ort, Straße, Hausnummer),
  • Telefonnummer/E-Mail-Adresse/Fax,
  • Registergericht und Vereinsregisternummer,
  • falls vorhanden die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
  • Angabe eines Vertretungsberechtigten.

Achtung:  Übernimmt ein Vereinsmitglied das Amt des Administrators und somit auch die Verantwortung und Zuständigkeit für den Social-Media-Account, darf dieses Mitglied nicht einfach als Vertretungsberechtigter im Impressum angegeben werden. Dies ist nur möglich, wenn der Administrator tatsächlich vertretungsberechtigt ist, weil er zum Beispiel dem Vorstand Ihres Vereins angehört.

Das Urheberrecht schützt das geistige Eigentum. Dazu zählen Fotos, Texte, Videos, etc. Ohne die Einwilligung des Urhebers dürfen seine Materialien nicht genutzt werden. Das heißt: Nutzen und veröffentlichen Sie nur Texte und Fotos, die Sie selbst oder Mitglieder Ihres Vereins erstellt haben. Bei der Verwendung fremder Bilder und Texte müssen Sie zuerst die Nutzungsrechte erhalten. Dafür müssen Sie sich mit dem Urheber in Verbindung setzen. Verweisen Sie bei der Nutzung fremder Materialien auf den Urheber.

Einwilligung in die Veröffentlichung von Fotos

Ich erteile hiermit die Einwilligung, dass der Verein … (Name des Vereins) von mir angefertigte Personenfotos für Veröffentlichungen des Vereins (online wie offline) speichern, verbreiten und veröffentlichen darf


Ich bin darauf hingewiesen worden, dass die Fotos mit meiner Person bei der Veröffentlichung im Internet oder in sozialen Netzwerken weltweit abrufbar sind. Eine Weiterverwendung und/oder Veränderung durch Dritte kann hierbei nicht ausgeschlossen werden.

Soweit die Einwilligung nicht widerrufen wird, gilt sie zeitlich unbeschränkt. Die Einwilligung kann mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Der Widerruf der Einwilligung muss in Textform (Brief oder per Mail) gegenüber dem Verein erfolgen.

Ich kann diese Einwilligung jederzeit und ohne Angaben von Gründen widerrufen (Kontaktadresse des Vereins ergänzen).

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Adresse, Datum und Unterschrift des Mitglieds

Auch bei der Veröffentlichung selbst geschossener Fotos müssen Sie das Recht am eigenen Bild beachten, das die abgebildeten Personen haben. Das heißt: Bevor Sie Fotos mit Personen auf dem Social-Media-Account Ihres Vereins veröffentlichen, müssen Sie sich zunächst die Einwilligung dieser Personen beschaffen, sonst verstoßen Sie gegen das Kunsturhebergesetz.

Schnell und effektiv ist es, wenn Sie diese Einwilligung bereits zusammen mit dem Mitgliedsantrag einholen, zum Beispiel mit einer Einverständniserklärung wie der obigen.

Es gelten jedoch auch gewisse Ausnahmen vom Recht am eigenen Bild. So erlaubt § 23 des Kunsturhebergesetzes die Verwendung von Fotos auch ohne Einwilligung der Personen,

  • wenn die abgebildeten Personen nur Beiwerk des Fotos sind und nicht als Motiv dienen,
  • wenn es sich um Fotos von Massenveranstaltungen handelt, z. B. von einem Konzert,
  • wenn das Geschehen vor Ort im Mittelpunkt des Fotos steht und das Foto die Personen nicht porträtiert,
  • wenn die abgebildeten Personen bewusst posieren.

Tipp:  Lassen Sie sich von diesen rechtlichen Hürden nicht abschrecken, Fotos von Ihrem regen Vereinsleben zu veröffentlichen, sondern lassen Sie Ihrer Kreativität bei der Nutzung Ihres Social-Media-Accounts freien Lauf und nutzen Sie die Besonderheiten und die Einzigartigkeit Ihres Vereins, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Testen Sie die einzelnen Plattformen zwanglos und probemäßig, um letztendlich die bestmögliche Plattform für Ihren Verein zu finden.

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