Facebook, Instagram, YouTube: So setzen Sie die 3 wichtigsten Kanäle gezielt für Ihre Zwecke ein

14.05.2021
Social Media ist aus dem Kommunikationsmix von Vereinen nicht mehr wegzudenken. Noch nie war es so einfach wie heute, sich direkt an die eigene Zielgruppe zu wenden. Doch auf welchen Social-Media-Kanälen befindet sich diese bei Ihrem Verein? Auf welcher Plattform kommen Ihre Botschaften an? Ich verrate es Ihnen!

Aktuelle Daten und Fakten zu den drei größten Social-Media-Kanälen

Ein paar Fakten vorab: Facebook ist mit 32 Millionen Usern allein in Deutschland der Platzhirsch: 24 Millionen Deutsche besuchen die Plattform täglich. Instagram hat 20 Millionen User, rund 60 Prozent besuchen die Plattform täglich. YouTube verzeichnet 35 Millionen Besucher in Deutschland. Neben Google gilt YouTube zudem als wichtigste Suchmaschine für Bewegtbild und dient der Suchmaschinenoptimierung. Eine hohe Interaktion wie auf Facebook und Instagram findet allerdings nur bei wirklich wenigen, hippen YouTube-Kanälen statt. YouTube bietet sich aber an, um Ihre Videos zu sammeln und von hier aus auf anderen Kanälen oder auf Ihrer eigenen Webseite oder Ihrem Blog zu teilen.

Ein Vergleich: Welcher Kanal eignet sich für welche Botschaft?

Wenn Sie herausfinden möchten, welcher Kanal der geeignetste für Sie ist, dann hilft Ihnen die folgende Tabelle. Sie zeigt Ihnen, welche Zielgruppen Sie auf welcher Plattform erreichen, welche Kommunikationsmöglichkeiten die drei Kanäle bieten und welche Vorteile sie jeweils haben. Denn je nach der Mitgliederstruktur in Ihrem Verein und Ihren Zielen sind Facebook, Instagram und YouTube unterschiedlich gut geeignet. Junge Menschen etwa sind immer seltener auf Facebook anzutreffen. Die erreichen Sie eher via Instagram, wo wiederum Ü-50-Jährige praktisch kaum vertreten sind. Auch die Möglichkeiten der Interaktion, die die drei Kanäle bieten, unterscheiden sich deutlich. Doch mit der Tabelle finden Sie das für Ihren Verein und Ihre Ziele passende Medium.

FacebookInstagramYouTube
ZielgruppeBreite Masse, Mitglieder werden immer älterZieht vor allem junge Leute an. 71% der Nutzer sind unter 35 Jahre alt. Influencer, Blogger nutzen das kreative, visuelle Umfeld gerneBreite Masse (jede Altersgruppe)
Branche


Unternehmen jeder Größe und Branche, attraktiv für B2B wie für B2CDominiert ganz klar von Kreativen wie Mode, Beauty, Gastronomie, Interior, Handwerk, KünstlerUnternehmen jeder Größe und Branche, attraktiv für B2B wie für B2C
Kontakt zu Kooperations-partnern aufnehmenMöglich, funktioniert aber nicht so einfach wie auf Instagram
Ganz einfach, die Influencer sind leicht zu erreichen

Guter Kontaktaufbau zu Partnern über nutzwertige Videos möglich, weniger zu Influencern
Traffic für eigenen Website / Blog generierenÜber Posts zum Blogbeitrag

Kein direkter, nur über kurze Videos für Aktions-, Themen oder Kampagnen-präsentationen
Kein direkter, nur über kurze Videos für Aktions-, Themen oder Kampagnen-präsentationen
Verlinkung

Links kann man einbauen, um auf andere Seiten zu verweisenKeine Links möglich, nur in Profildaten

Links möglich in der Videobeschreibung
Imagebildung


Über die Inhalte auf der Vereinsseite, optisch aufbereitet
Über Fotos, die einen überzeugenden Gesamteindruck vermitteln

Über eigenen Kanal, den man optisch aufbereiten und nach Themen sortieren kann
Zielgruppen-rechercheJa
Ja
Nein
Kontakt zur Zielgruppe
Hoch durch Direktnachrichten, Kommentare, GruppenGut durch Direktnachrichten, Kommentare, aber nur auf eigener Seite
Nur über Kommentare

Verbreitung von Content (Blog, Webseite)Blogbeiträge, Aktionen, Kampagnen etc. lassen sich sehr gut verbreiten
Ja, in Zusammenhang mit einem Bild


Nein, nur der Content von YouTube kann auf anderen Kanälen verbreitet werden
Verbesserung Google-Ranking

Indirekt durch Social Signals, also Interaktionen Ihrer Fans und Besuch der WebseiteIndirekt durch Social Signals, also Interaktionen Ihrer Fans und Besuch der Webseite

Ja, durch Schlüsselbegriffe



Wie bespielen Sie welchen Kanal am besten?

Es gibt bei den drei großen Social-Media-Kanälen zahlreiche Möglichkeiten mit den Nutzern in Interaktion zu treten und die Botschaften des Vereins zu verbreiten. Damit Sie sich hier einen Überblick verschaffen können, haben wir für Sie die Features der Kanäle in einem Vergleich anschaulich zusammengestellt.

FacebookInstagram YouTube
Newsfeed




Gesteuert über Algorithmus: Je mehr Fans mit Ihrer Seite interagieren, umso häufiger bekommen sie Ihre Posts angezeigt; Fans können Ihre Posts abonnieren.Da Instagram zu Facebook gehört, ist die Newsfeed-Steuerung ähnlich.


Benachrichtigungen erhalten User nur von Kanälen, die sie abonniert haben, oder sie bekommen ausgewählte Videos angezeigt (auf der Basis ihrer bekannten Interessen).
Text


Ist wichtiger Bestandteil des Posts (Bild/ Video und Text befruchten einander).
Aktuell gibt es die Tendenz zu erläuternden Posts, statt Bild plus darauf Bezug nehmender Hashtags.Text ist nur schmückendes Beiwerk, um Inhalt des Videos einzugrenzen und für SEO.
Visuelles



Bilder und Videos helfen zu höherer Reichweite und beeinflussen den Newsfeed.

Bild und Video sind wichtigster Bestandteil des Kanals. Sie bestimmen die Social Signals und etablieren das Image.Videos in jeder Form – vor allem beliebt sind Tutorials (DIY), Anwenderbeispiele von Herstellern, Imagefilme, Gaming, Musikvideos.
#Hashtag


Werden immer noch wenig genutzt, obwohl man auf Facebook danach suchen kann.
Stehen beim Beitrag, zum Teil als Kurzbotschaft, beispielsweise MehrAlsEinVerein.Werden immer relevanter, um ähnliche Themen darüber zu finden, sind sichtbar über dem Videotitel.
Suche


Personen, Beiträge, Fotos, Videos, Orte, Seiten, Gruppen, Apps, Links, Veranstaltungen und die verwendeten BegriffeÜber Markennamen, Personen, Orte, Hashtags

Über Schlüsselbegriffe aus Videobeschreibung, Titel und Tags
Interaktion


Immer weniger. Aber durch neue Emojis und Umfrage-Tools können Sie Ihre Fans wieder zur Interaktion motivieren.Zehnmal höher als bei Facebook. Die Follower sind sehr like- und kommentarfreudig.Likes, Dislikes, Teilen und Kommentare sind möglich. Eine hohe Interaktion gibt es aber nur bei wirklich angesagten Videos.
Direkt-nachrichtenÜber Messenger
Über Direct
Über Kanal-Info / E-Mail senden
Storys /
Live-Videos
Wird immer wichtiger
Wird immer wichtiger
Wird immer wichtiger

Tipps für Ihre Social-Media-Strategie

Damit Ihr zeitliches Engagement sich rechnet und Sie tatsächlich potenzielle neue Mitglieder und Förderer
erreichen, brauchen Sie eine Strategie. Wenn Sie Ihr Social-Media-Engagement strategisch betreiben, hat das zwei weitere Vorteile:

  • Vorteil 1: Die Strategie erleichtert Ihnen die Planung und Umsetzung. Sie wissen genau, wann Sie was machen sollten, und müssen nicht immer wieder neu überlegen und planen.
  • Vorteil 2: Ihr Auftritt wirkt professioneller. Das ist natürlich ganz besonders wichtig, wenn Sie Unternehmen als potenzielle Förderer oder Sponsoren ansprechen.

Diese Faktoren beeinflussen die Sichtbarkeit Ihrer Posts

Um eine Strategie entwickeln zu können, müssen Sie auch Grundkenntnisse von den sozialen Netzwerken und ihrer Funktionsweise haben, um sie richtig bedienen zu können. Damit Sie mit Ihren Posts auch ins Schwarze treffen, beherzigen Sie diese grundlegenden Tipps:

  1. Achten Sie auf die Qualität Ihrer Posts. Qualität ist in diesem Fall gleichbedeutend mit Relevanz für die Zielgruppe.
  2. Veröffentlichen Sie ansprechende, emotionale, nutzwertige Posts und Videos. So etwas wird gerne geliked und geteilt.
  3. Überlegen Sie, was Ihre Zielgruppe wirklich interessiert, und analysieren Sie Posts, die gut liefen.
    Produzieren Sie mehr davon.
  4. Setzen Sie, wo immer möglich, Bilder oder Videos
    ein. Diese genießen mehr Aufmerksamkeit, erzielen eher Interaktionen und werden besser gerankt.
  5. Schreiben Sie Posts mit lokalem Bezug.
  6. Bemühen Sie sich um Interaktionen mit den
    Abonnenten und Fans bei den Posts.

Facebook beispielsweise priorisiert Beiträge, die zum Kommentieren anregen bzw. gezielt dazu auffordern. Antworten Sie Ihrerseits zeitnah auf die Kommentare Ihrer Fans und Abonnenten und halten Sie das Gespräch am Laufen.

Die Nutzung von Storys steigt stetig. Facebook und Instagram fördern Storys weiterhin. Das zeigt deren Bedeutung für Sichtbarkeit und Reichweite. Aktuell überlegt Facebook, die Storys drei Tage sichtbar zu lassen.

YouTube dient schon lange nicht mehr allein der Unterhaltung. Studien der letzten Jahre bestätigen immer wieder, dass es den Usern wichtig ist, über Videos etwas zu lernen und offene Fragen beantwortet zu bekommen. Wer bei Google nach Anleitungen oder How-to sucht, wird meist direkt auf ein YouTube-Video verwiesen. Wenn Sie den Usern Hilfen und Tipps präsentieren, zahlt das positiv auf Ihr Image ein. Sie können auf diesem Wege treue Fans gewinnen und dadurch auch neue Mitglieder.

Live-Videos richtig einsetzen

Live-Videos (Live-Streaming) spielt in den sozialen Medien eine immer größere und wichtigere Rolle. Auch Sie sollten von dieser Möglichkeit der Image-Werbung Gebrauch machen. Die Vorteile sind folgende:

  • Sie zeigen einen realen, ungekünstelten Blick auf Ihren Verein, Ihre Veranstaltung oder Ihre Aktion, da sie nicht geschnitten und aufbereitet sind.
  • Sie haben die Möglichkeit, in Echtzeit mit Ihren Fans und Followern zu kommunizieren. Diese können während des Livestreams auf den Kanälen Kommentare abgeben.
  • Videos sind für jeden überall machbar. Sie benötigen nur ein Smartphone oder Tablet und eine Internetverbindung.
  • Live-Videos sind beliebt. Die Menschen schauen lieber Live-Videos als Blogposts zu lesen oder OnDemand-Videos anzusehen – das bestätigen Studien.

Storytelling mit Live-Videos – Themen, die Ihre Zielgruppe interessieren

Live-Videos haben eine höhere Akzeptanz bei Ihren Fans und Followern. Der Grund: Bearbeitete Videos zeigen meist nur sorgfältig ausgewählte Inhalte. Das verwässert – in den Augen der Zuschauer – aber die Authentizität der Inhalte und die Transparenz. Themen, die sich für Live-Videos eignen, finden sich auch in Ihrem Verein:

  • Veranstaltungen wie Sommerfeste oder Tage der offenen Tür, Turniere, Neueröffnungen, Jubiläen. Mit Live-Videos fühlen sich auch Mitglieder, die nicht dabei sein können, wie ein Teilnehmer.
  • Beantworten Sie Fragen, die Ihnen immer wieder von Seiten Ihrer Community gestellt werden, via Live-Stream. Im Anschluss können Sie das Video auf Ihre FAQ-Seite stellen. Spannender wird es, wenn Sie eine monatliche FAQ-Stunde einrichten.
  • Antworten Sie auf Fragen oder Kommentare mit Live-Videos. Eine solche Antwort ist oft einfacher als eine schriftliche Reaktion. Nutzen Sie die Live-Funktion für kurze Kommentare. So erhalten Ihre Fans auch einen authentischen Eindruck von Ihnen, da sich Mimik, Gestik, Stimme und Inhalt zu einem Gesamteindruck zusammenfügen.
  • Gewähren Sie mit einem Video einen Blick hinter die Kulissen. Überlegen Sie, wonach Ihre Mitglieder, Partner, Fans immer wieder fragen. Was könnte sie an Ihrem Verein besonders interessieren? Sind es die Abläufe, Räumlichkeiten, Mitarbeiter, die Geschäftsleitung? Zeigen Sie sich und lassen Sie Ihre Arbeit lebendig werden.

Tipp:  Nicht nur die Live-Sicht der Vereinsverantwortlichen ist für Ihre Follower spannend. Laden Sie auch Fans und Mitglieder ein, ihre Geschichte zu erzählen: Wie würden sie Ihren Verein filmen? Was gefällt ihnen an Ihrem Verein? Welche Veranstaltungseindrücke halten sie filmisch fest? Machen Sie dazu einen Aufruf auf Ihren Kommunikationskanälen oder nutzen Sie Ihnen wohlgesonnene Mitglieder, Blogger, Redakteure, Fans, die Sie explizit auf einen ganz privaten „Tag der offenen Tür“ einladen.

Darauf sollten Sie achten: Das kleine Einmaleins des Livestreams

Bevor Sie einen Live-Stream starten, denken Sie immer daran: Sobald Sie auf „Live“ gedrückt haben, gibt es kein Zurück mehr. Das bedeutet für Sie, dass Sie Ihr besonderes Augenmerk auf Themenplanung, Drehbuch und technische Vorbereitung legen müssen. Zudem müssen Sie die Kommentarflut zeitnah bewältigen. Mit unseren folgenden Tipps gelingt Ihnen das.

Zunächst gilt: Erstellen Sie unbedingt ein Drehbuch mit allen Informationen zu den Inhalten und Szenen, die Sie live filmen möchten. Legen Sie fest: Was ist das Thema? Wie kann ich dieses in Sequenzen unterteilen? Welche Protagonisten benötige ich? Wie sind die Räumlichkeiten, wie die Lichtverhältnisse (Beleuchtung)? Wie viele Helfer benötige ich?

Überprüfen Sie vorab unbedingt auch Ihr Equipment: Ist Ihr Smartphone aufgeladen? Ist die Lautstärke eingestellt? Benötigen Sie zusätzliche Mikrofone? Das ist empfehlenswert, da ein schlechter Ton auch den besten und spannendsten Film zunichtemacht. Wichtig ist aber auch: Haben Sie an allen Drehorten eine schnelle und stabile Internetverbindung? Testen Sie die Live-Übertragung zudem vorher, indem Sie im Rahmen einer Generalprobe einfach mit Ihrer Videokamera den Ablauf fingieren.

Kündigen Sie über Ihre Kanäle den Live-Stream an. Bei Facebook geschieht dies am besten über „Veranstaltungen“. Nennen Sie den Anlass für das Streaming, teasern Sie die Inhalte an, nennen Sie den Beginn und die Länge der Liveübertragung. Weisen Sie auch darauf hin, dass Fans kommentieren können, und rufen Sie explizit dazu auf, diese Möglichkeit zu nutzen. Außerdem gilt: Erinnern Sie Ihre Fans an Ihren Live-Stream, indem Sie das Ereignis mehrmals ankündigen.

Wenn der Live-Stream läuft, dauert es meist nicht lange, bis die Zuschauer diesen kommentieren. Stellen Sie sich daher auf Kommentare ein und reagieren Sie möglichst zeitnah auf diese. Dazu sollte mindestens eine Person bereitstehen, um die eingehenden Kommentare und Fragen zu überprüfen und bestenfalls ins Live-Format weitergeben. Das macht das Live-Video zu einem spannenden echten Dialog.

Überlegen Sie zu diesem Zweck vorher auch im Team, wie Sie mit Kritik umgehen. Welche Kritikpunkte könnte es geben? Machen Sie sich dazu eine Liste und formulieren Sie zu jedem Kritikpunkt Ihre Antworten. So ist Ihr Live-Team gut gewappnet. Beantworten Sie außerdem auch noch im Nachgang Kommentare und fragen Sie Ihre Fans, was ihnen beim Live-Video besonders gefallen hat und welches Thema sie sich als Nächstes wünschen würden.

Nutzungstipps für die Live-Stream-Kanäle im Überblick

Live-Videofunktionen der einzelnen sozialen Netzwerke gibt es nur über eine App. Denn Sie benötigen natürlich eine Smartphone- oder Tablet-Kamera, die Ihre Bewegtbilder festhält und direkt in Ihren Account auf den sozialen Netzwerken überträgt und damit in den Feed Ihrer Fans und Follower. Ihre Fans und Follower können natürlich Ihr Live Video auch am Computer verfolgen.

So nutzen Sie die Live-Stream-Funktion in den wichtigsten Kanälen:

  • In der Facebook-App gehen Sie auf das Kamera-Icon „Live“ und können direkt Ihre Live-Übertragung starten.
  • Um auf YouTube Veranstaltungen zu streamen, gehen Sie auf „Uploads“ und dann auf „Live streamen“. Sie werden nun Schritt für Schritt durch das Programm geführt. Sie entscheiden letztendlich, ob Sie Ihren Event „öffentlich“ machen wollen oder nur Einzelpersonen zukommen lassen möchten, die von Ihnen eine „Einladung“ erhalten. Live-Streaming ist auch über den Desktop möglich.
  • Auf Instagram können Sie Live-Videos über „Storys“ verbreiten. Dazu gehen Sie im Instagram-Account auf das Kamera-Icon, wischen nach links und aktivieren „live“. Bevor Sie auf „Live-Übertragung starten“ drücken, überprüfen Sie Ihre Einstellungen. Dazu gehört auch die Entscheidung, wer Ihren Live-Stream sehen kann.

Live-Videos können bei den meisten sozialen Netzwerken auch gespeichert und archiviert werden, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt angeschaut werden können. Diese Funktion ist wichtig, denn nicht jeder Interessent kann am Live-Stream teilnehmen. Um die Aufzeichnung zu speichern, gehen Sie nach dem Live-Stream auf das Download-Symbol (Pfeil nach unten) und speichern Ihr Video auf dem Smartphone. Von dort können Sie es dann in dem gewünschten Kanal hochladen und speichern.

Nutzen Sie die Chance des Bewegtbildes

Wenn Sie Video-Neuling sind, mag Ihnen der Aufwand recht hoch erscheinen. Allerdings lohnt es sich, sich in den Komplex Video und vor allem Live-Stream einzuarbeiten. Denn gerade die Echtzeitkommunikation von Live-Videos kommt bei Ihren Fans an und bindet sie stärker an Ihren Verein.

Ohne packendes Thema und Drehbuch funktioniert diese Art der Kommunikation nicht. Machen Sie sich bewusst: Live-Videos sind aufgrund der Echtzeitaufnahme nie perfekt. Dennoch müssen Sie unbedingt perfekt geplant sein. Nur dann haben Sie die Chance, das mit dem Video verfolgte Ziel zu erreichen und Ihre Zielgruppe zu begeistern. Scheuen Sie sich nicht, Ihr Video mehrfach über Ihre Kanäle anzukündigen und auch den Mehrwert für Ihre Fans und Mitglieder herauszustellen, um auf diese Weise die Reichweite Ihres Videos zu erhöhen.

Storys auf Facebook und Instagram gestalten

Storys sind Real-Time-Content. Mit der Funktion „Story“ können Sie auf Instagram, Facebook und Snapchat ein aktuelles Thema spannend und authentisch aufbereiten. Die Storys sind aktuell 24 Stunden sichtbar. Bei Facebook gibt es Pläne, die Anzeigedauer auf drei Tage zu verlängern.

Das ist der Vorteil von Storys: Ihre Fans klicken vermehrt darauf, um zu wissen, mit welchen Themen Sie sich gerade beschäftigen, wo Sie sich aufhalten, was Sie gerade machen. Die Angst, etwas zu verpassen, heizt den Hype um die Story-Funktion an.

Mit der Funktion der Storys können Sie so in kurzer Zeit das Engagement Ihrer Zielgruppe anregen. Denn die vergänglichen Inhalte bringen mehr Engagement auf Instagram und Facebook. Sollten Sie eine sehr junge Zielgruppe ansprechen, ist auch Snapchat ein für Sie interessanter Kanal. Hier haben übrigens die Storys ihren Anfang genommen.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, von der Möglichkeit der Storys Gebrauch zu machen, denn Storys erhöhen die Bekanntheit Ihres Vereins. Denn sie liefern Botschaften in einer einfachen, verständlichen Sprache und binden Mitglieder und Fans ein. Die Erfahrung zeigt auch: Storys generieren mehr Traffic und locken Fans auf Ihre Internetseiten.

Ideen für Ihre nächste Story auf Facebook oder Instagram

Wenn Sie eine Story posten wollen, stellen Sie Fotos und Videos zu einer themenbezogenen Geschichte zusammen und teilen diese mit Ihren Fans. Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

  • ein Video mit einer bestimmten Intention,
  • ein Bild, das Sie mit entsprechendem Text und Icons zu einer Story gestalten,
  • mehrere Bilder, die nacheinander zusammenfließen und in ihrer Gesamtheit eine Geschichte erzählen.

Prinzipiell gilt: Über „Storys“ lassen sich vor allem eindimensionale Geschichten erzählen, die eine Botschaft vermitteln. Kurze, prägnante Themen im Verein können hier sein:

  • neue Sponsoren, neue Mitarbeiter,
  • Eröffnungen, Partnerschaften,
  • kurze Vorschauen auf Angebote über einen begrenzten Zeitraum,
  • Abonnements,
  • neue Kampagne.

Wenn Sie eine längere oder mehrteilige Story planen, denken Sie daran: Geschichten haben ein Thema, einen Protagonisten, einen roten Faden und eine Aussage. Das Potenzial, genau diese Zutaten zu liefern, bieten diese Themen:

  • Geben Sie einen Blick hinter die Kulissen. Begleiten Sie beispielsweise einmal einen Tag lang jemanden aus dem Verein und machen Sie Ihre Arbeit dadurch greifbar.
  • Öffnen Sie exklusive Veranstaltungen für eine größere Community oder weit entfernte Interessierte: Einweihungen, Messen, Kooperationen.
  • Stellen Sie den Vorstand und seine Arbeit vor, lassen Sie ihn die Botschaften und Ziele Ihres Vereins plakativ darstellen und damit Ihre Visionen greifbar werden.
  • Geben Sie auch durch die Vorstellung von Ehrenamtlichen Ihrem Verein ein Gesicht und eine Identität: Zeigen Sie, welche Aufgaben und Tätigkeiten Ehrenamtliche bei Ihnen übernehmen können. Lassen Sie die Ehrenamtlichen selbst zu Wort kommen und erzählen, wie sie zu Ihrem Verein gekommen sind und warum sie gerne Mitglied sind und sich engagieren.
  • Bieten Sie den Zuschauern einen Mehrwert. Am einfachsten gelingt dies, indem Sie Tipps und Empfehlungen aus Ihrem Expertenwissen weitergeben. Als Sportverein können Sie zeigen, wie man ganz einfach mehr Bewegung in den Alltag integriert, als Naturschutzverein können Sie Tipps für Wanderungen geben oder wie man heimische Pflanzen erkennt. Als Tierschutzverein können Sie Tipps geben, wie man für die Urlaubszeit eine seriöse Tierpension findet oder wie man sein Haustier gesund hält.
  • Wenn Sie ein Projekt haben oder eine Kampagne, können Sie mit Hilfe von Videos die Fortschritte und Erfolge zeigen.
  • Sie können natürlich auch Ihre Community einbeziehen und eine Umfrage starten, aus deren Ergebnissen sich neue Themen generieren lassen

Tipps für gelungene Storys

Damit Ihre Geschichte eine Erfolgsstory wird, haben wir zum Schluss noch ein paar Tipps für Sie. Der wichtigste lautet: Bleiben Sie bei allen Themen authentisch! Reichern Sie Ihre Storys dazu mit Emotionen und Humor an. Und bieten Sie Ihren Fans dabei einen Mehrwert.

Wenn Sie professionell mit Social Media arbeiten wollen, ist eine gute Vorbereitung und gezielte Planung immens wichtig. Das heißt: Arbeiten Sie mit einem Redaktionsplan: Als Verein haben Sie immer das große Ganze im Blick, Themen, mit denen Ihre Fans Sie verbinden. Wenn Sie Ihren Jahresthemenplan für die großen Themen erstellen, brechen Sie diese herunter und überlegen Sie sich, welche sie als Story (zusätzlich) vermarkten können.

Entwickeln Sie dann für jede Ihrer Storys ein kleines Drehbuch. Das ist vor allem für Snapchat wichtig, da Sie direkt aus der Kamerafunktion heraus aufnehmen (Fotos, Film). Aber auch bei Storys über die anderen Netzwerke sollten Sie wissen, wie Sie Ihre Botschaft oder Ihr Thema visuell aufbauen, wie viele Fotos Sie benötigen, was diese darstellen sollen, ob es sinnvoll ist, Bewegtbilder zu nutzen.

Nutzen Sie bei Ihren Storys auch die Zusatzfunktionen wie Text, Sticker, Gifs, um Ihre Fotos oder Filme zu beschreiben. Das hilft Ihnen auch beim Drehbuch. Denn ein Bild allein ist schön anzusehen, lässt sich aber oft erst mit Text richtig einordnen.

Tipp:  Damit Ihre Story gefunden wird, sollten Sie nicht nur gute Storys entwickeln, sondern innerhalb der Storys mit Ortsangaben und Hashtags arbeiten. So werden Sie auch von der Community gefunden, die Ihnen nicht direkt folgt oder Ihre Seite aufruft.

Fazit: Nutzen Sie die Vielfalt der Angebote

Jedes soziale Netzwerk hat seine Vor- und Nachteile. In jedem Netzwerk erreichen Sie – schwerpunktmäßig – andere Zielgruppen, die sich hinsichtlich der Interessen und thematischen Schwerpunkte unterscheiden können. Als Verein sollten Sie daher die Vielfalt der Angebote sinnvoll nutzen und möglichst auf Facebook, Instagram und YouTube Präsenz zeigen.

Doch keine Sorge: Es geht nicht um die Quantität Ihrer Beiträge, sondern vor allem um die Qualität. Reichern Sie Ihre Beiträge mit Live-Formaten und Storys an, sodass Ihre Community nicht nur auf den Newsfeed der Kanäle angewiesen ist, um Neues über Ihren Verein zu erfahren. Dann begeistern Sie Ihre Fans wirklich!