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Corona-Ausnahmen im Verein: Mit Transparenz und einem detaillierten Finanzbericht umgehen Sie alle steuerrechtlichen Fallstricke

08.12.2022
Die Corona-Pandemie begleitet uns seit inzwischen fast drei Jahren. Vereine haben während dieser Zeit von zahlreichen Lockerungen im Gemeinnützigkeitsrecht profitiert, auch steuerlich. So wurde beispielsweise das Gebot der zeitnahen Mittelverwendung ausgesetzt, coronabedingte Verluste im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb durften aus Vereinsmitteln ausgeglichen werden, Übungsleitervergütungen konnten weiterbezahlt werden, auch wenn das Vereinsleben ruhte. Achtung allerdings: Das Finanzamt liest jeden Finanzbericht mit. Die Corona-Lockerungen waren kein Freibrief, es gab einiges zu beachten. Ihre Maßnahmen während der Pandemie sollten Sie im Finanzbericht daher gut begründen. 

Diesen Zweck erfüllt der Finanzbericht

Als Vorstand des Vereins sind Sie verpflichtet, der Mitgliederversammlung gegenüber Rechenschaft über Ihr Handeln abzulegen. Dies geschieht in der Regel in Form des Rechenschaftsbericht. Der Rechenschaftsbericht des Vorstands gegenüber der Mitgliederversammlung erfüllt gleich mehrere Funktionen: Er dient zum Nachweis der ordnungsgemäßen Geschäftsführung des Vorstands, er bestimmt die Reichweite der Entlastung und er dient dem Finanzamt dazu, die Tätigkeiten des Vereins zu prüfen. Denn das Finanzamt will wissen, ob sich Ihr Verein tatsächlich noch überwiegend gemeinnützig betätigt oder ob möglicherweise der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb überhandgenommen hat.

Ein wichtiger Bestandteil des Rechenschaftsbericht ist der Finanzbericht, oft auch „Kassenbericht“ genannt. Rechtliche Grundlage für den Finanzbericht ist § 259 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, der vorschreibt, dass Sie Ihren Mitgliedern eine geordnete Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben vorlegen.

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